Alpbacher Brauchtum rund um Weihnachten

Brauchtum wird in Alpbach groß geschrieben. Vor allem die Weihnachtszeit ist schon seit je her verbunden mit zahlreichen, zum Teil heidnischen Traditionen und Bräuchen. Von einigen möchten wir vom Hotel Alpbacherhof im Alpbachtal erzählen:

Die „Beben“

Zur Adventszeit sind manchmal noch die „Beben“ zu Gast. Am letzten Donnerstag vor Weihnachten zieht eine Gruppe bestehend aus einem Pärchen – Mann und Frau,  einem oder mehreren Musikanten und einem bis mehreren Handwerkern durch die Lande (meistens eher bei den alten Bauernhäusern) und zeigen „vor Ort“ in der Stube ihr Handwerk. Sie singen, tanzen und musizieren, hobeln Holz, flicken Schuhe, … vor allem zu früherer Zeit waren die „Beben“ eine willkommene Abwechslung, leicht vorstellbar, da es weder Fernsehen noch Radio gab. Und wie man hört, ging und geht es meist sehr lustig zu ….

Von der Herbergsuche („die Anklöpfler“)

In Alpbach haben wir das Glück, dass es so viele Gruppen gibt, die verkleidet als Hirten (manchmal auch mit Maria und Josef), von Haus zu Hause gehen und von der Herbergsuche erzählen, sodass sie wirklich in jeden Haushalt kommen können.

Sie singen Lieder und erzählen oft in Versform, wie es damals zugegangen sein mag und verkünden von der bevorstehenden Geburt des Jesukindes.

Meist an einem Wochenende zwischen dem 8. Dezember und dem 23. Dezember klopfen sie an und nachdem sie gesungen und erzählt haben, sammeln sie Geld für die Pfarre und bekommen eine Stärkung.

Rauchabende

Beginnend am heiligen Abend, am Silvesterabend und am 5. Jänner sind sogenannte „Rauchabende“. An diesen besonderen Abenden wird in vielen Familien noch mit dem Weihrauch, vielleicht auch mit geweihten Kräuterbüschen – das Haus geräuchert und somit – laut heidnischem Glauben – die bösen Geister vertrieben.

Dreikönigsfest

Zum Fest der heiligen drei Könige gehen zwischen Neujahr und Dreikönig Jungschar- und Volksschul-Kinder als Sternsinger von Haus zu Haus. Caspar, Melchior und Baltasar gehen gemeinsam mit dem „Sternträger“ und bringen ihre Lieder und Weisen. Sie sammeln für verschiedene wohltätige Projekte der „Dreikönigsaktion“ in der ganzen Welt.

Die Perchten oder „Berchteln“

Am 5. Jänner – dem Vorabend zum Dreikönigsfest – gibt es noch einen ganz speziellen Brauch in Alpbach: Die sogenannten „Berchteln“ ziehen umher. Zu früheren Zeiten waren es vermutlich Kinder von armen Leuten, die unerkannt umherzogen, um etwas zu Essen zu bekommen – hauptsächlich hat man die sogenannten „Kiachln“ kredenzt. Dazu gibt es  zahlreiche Geschichten und Sagen.

Auch heute noch sind sie so vermummt, dass man sie nicht erkennt. Hatte man sich früher das  Gesicht mit Ruß geschwärzt, werden heute Masken aufgesetzt oder ein Strumpf über das Gesicht gezogen und/oder das Gesicht mit dem „Werch“ vollständig bedeckt. Das „Werch“  ist das zottelige Haar und besteht aus Hanf. Drüber ein Hut aus Stroh oder ein alter Trachtenhut. Gekleidet mit einem alten, lumpigen Dirndl und einem Umhang oder einem Schultertuch gehen sie in kleinen Gruppen oder allein mit einem (meist alten „Reisig“-)Besen von Haus zu Haus. Wortlos kehren sie die „bösen Geister“  aus den Häusern und bringen damit Glück und Segen ins Haus.

Erleben Sie Brauchtum als Gast im Hotel Alpbacherhof im Alpbachtal!